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Chiptuning - wieso nicht gleich vom Hersteller? |
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Verbrennungsmotoren brachten seit jeher die Notwendigkeit mit sich,
sowohl das Kraftstoff-Luft-Gemisch als auch die Zündung auf den
jeweiligen Betriebszustand des Motors abzustimmen. Bereits Henry Fords
Modell A ermöglichte es dem Fahrer, durch den Regler an der Lenksäule
die Zündung und die Benzinzufuhr zu beinflussen.
Heutzutage werden alle wichtigen Motoreinstellungen (siehe Aufgaben des
Motorsteuergerätes) vom Steuergerät kontrolliert und gesteuert. Die
Software in diesem Steuergerät regelt u.a. die Zündung bzw.
Einspritzanlage, um eine möglichst effiziente Leistung zu bekommen.
Genau hier liegt das Problem. Die Hersteller müssen bei der Entwicklung
dieser Software viele Kompromisse eingehen. Die Gründe dafür sind unter
anderem:
- Unterschiede der Treibstoffqualität in den einzelnen Ländern
- Abgasentwicklung bei minderwertigem Treibstoff
- Überziehung von Serviceintervallen
- Verschiedene Fahrerprofile (z.B. Dauergasfahrer)
- Witterungseinflüsse (extreme Kälte und Hitze)
- Höhenunterschiede
- Länderspezifische Abgaswerte
- Finanzielle Gründe wie z.B. Versicherungsklassen
Somit gibt sich der Hersteller mit einer Kompromisslösung zufrieden, um
all diese Fahrzustände zu vereinigen. Abgesehen davon haben
Großserienmotoren hohe Fertigungstoleranzen, was folglich zu einem
unerwünschten Nebeneffekt führen würde: Starken Leistungsschwankungen!
Um diese Schwankungen auszuschliessen, werden bestimmte Begrenzungen
integriert, sodass jeder Motor nahezu identische Leistungen und
Drehmomentwerte abgibt. Durch all diese Punkte entsteht ein sehr
konservatives und relativ leistungsarmes Programm für die
Motorsteuerung.
Die Aufgabe des Chiptuners ist es, diese Kompromisse zu
bereinigen. Der Chiptuner optimiert und individualisiert die Software
in einer Weise, die zwar noch Raum für Toleranzen enthalten muß, jedoch
nicht mit der Intensität des Herstellers.
Wir sind es mittlerweile schon gewohnt, unsere PC's jährlich
mit den neuen Updates und Upgrades der Betriebssysteme und
Anwendersoftware zu versorgen, damit sie leistungsstärker und
effizienter werden. Die Software in einem Motorsteuergerät ist dem
eines Computers sehr ähnlich. Sehen Sie unsere Tuningchips daher auch
als Softwareupdate für Ihr Auto. |
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Wird die Lebensdauer des Motors beeinflusst? |
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Grundsätzlich: Nein.
Die Leistungsreserven des Motors sind so gross, dass es bei
gleicher Fahrweise zu keinem zusätzlichen Verschleiss
kommt. (Die Optimierung wird so abgestimmt, dass keine Grenzwerte
des Motors überschritten werden.)
Wenn man die zur Verfügung stehende Mehrleistung ständig
ausnutzt (Vollastfahrten), kann eine etwas höhere Belastung
auftreten. Aufgerechnet über die gesamte Laufzeit des
Fahrzeuges können das ca. 5.000 - 10.000 km sein, die
der Motor an Laufleistung verliert, d.h. der Motor fährt
anstatt von z.B. 550.000 km nur 544.000 km.
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Wie verhält sich der Kraftstoffverbrauch? |
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Bei gleicher Fahrweise sinkt der Verbrauch um bis zu 0,5 l pro 100 km. Der Grund dafür ist die volle Ausnutzung des Kraftstoffes durch einen idealen Zündzeitpunkt bei Benzin- bzw. optimierten Ladedruck bei den Dieselmotoren. Ausserdem erreicht das Fahrzeug durch das erhöhte Drehmoment die gleiche Beschleunigung mit geringerer Gaspedalstellung.
Bei ständiger Vollgasfahrt sollte mit einem Anstieg des Verbrauchs bis ca. 0,5 l pro 100 km gerechnet werden. |
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Ist das Fahrwerk umzubauen? |
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Nein, es ist nicht notwendig das Fahrwerk oder die Betriebsbremsen zu modifizieren.
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Bekommt man nach der Optimierung noch das "Pickerl"? |
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Ja, nach dem Chiptuning werden selbstverständlich
alle gesetzlich vorgeschriebenen Vorlagen wie z.B. Abgasgrenzwerte
eingehalten.
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Wird der Motor evtl. heisser als vorher? |
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Bei Vollastfahrten steigt die Öltemperatur nur minimal an (ca. 4-8 Grad). Dies macht den Ölkühler überflüssig. |
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Muss man öfter zum Service? |
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Nein, wir empfehlen jedoch, die Serviceintervalle
strikt einzuhalten und ein synthetisches Motoröl zu verwenden.
Vollastfahrer sollten die Ölwechselintervalle etwas verkürzen
(ca. 10.000 km).
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